Bedrohte Erfolgsgeschichte – Mütter ohne Grenzen

Am Anfang ging es ihnen nur um Drogendealer. Nachts trafen sich Mütter mit Taschenlampen am Kottbusser Tor, um sie dort zu verscheuchen und ihre Kinder vor ihnen zu schützen. Tagsüber demonstrierten die „Mütter ohne Grenzen“ gegen Drogenmissbrauch und schließlich entstanden mit politischer Unterstützung der „Spritzraum“ und „Spritzmobil“, die Abhängigen eine Möglichkeit boten, legal und unter Aufsicht an Drogen zu kommen. Das war 2005. Heute ist das größte Anliegen der „Mütter ohne Grenzen“: Bildung und Schulabschlüsse für ihre Kinder und Beratung bei Familienfragen wie Schule, Gesundheit, Erziehung und Drogen. Jeden zweiten Tag bieten sie Gespräche an. Wöchentlich findet ein Frauenfrühstück statt, von dem auch Männer nicht ausgeschlossen werden.
Doch die Arbeit der „Mütter ohne Grenzen“ ist bedroht. Bisher wurden sie im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ gefördert. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat dies im vergangenen Jahr eingestellt, der Senat die Finanzierung für das laufende Jahr vorerst übernommen. „Die engagierte Arbeite der Mütter ohne Grenzen darf nicht in Frage gestellt werden“, fordert Abgeordnetenhaus-Kandidat Muharrem Aras. „Ich hoffe sehr, dass der Senat die Kürzungen der Bundesregierung auch über 2011 hinaus weiter aus Landesmitteln sichern kann.“

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